Als Oberbürgermeister von Osnabrück ist es mir ein zentrales Anliegen, die Sport- und Vereinsszene in unserer Stadt nachhaltig zu stärken. Sport ist weit mehr als nur Bewegung – er verbindet Generationen, fördert den sozialen Zusammenhalt, schafft Identität und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit. Deshalb verdient der Sport in Osnabrück nicht nur Anerkennung, sondern auch konkrete Unterstützung.
Ein Schwerpunkt meiner Arbeit wird die Sanierung und Modernisierung unserer städtischen Sporthallen und -anlagen sein. Moderne, gut ausgestattete Hallen sind nicht nur für den Schul- und Vereinssport unverzichtbar, sondern sie tragen auch maßgeblich zur Attraktivität unserer Stadt als Lebensraum bei. Gerade unsere Vereine leisten tagtäglich Großartiges – im Breitensport, in der Jugendarbeit, in der Integration. Sie brauchen dafür die passende Infrastruktur.
Wir werden daher in den kommenden Jahren systematisch alle städtischen Sporthallen sanieren, nach sportlichen, schulischen und baufachlichen Kriterien. Besonders dringenden Handlungsbedarf sehe ich bei mehreren Hallen, die seit Jahren auf eine grundlegende Erneuerung warten. Dazu gehören etwa die Sporthallen des Berufsschulzentrums Westerberg, der Grundschule Hellern, der BBS Schölerberg, der Grundschule Kalkhügel, der Drei-Religionen-Schule, der Grundschule Sutthausen, der Schule in der Dodesheide und der IGS Eversburg. Hier muss endlich Bewegung reinkommen – für die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und die Vereine, die diese Hallen ebenfalls intensiv nutzen.
Doch nicht nur die Hallen brauchen unsere Aufmerksamkeit. Auch viele Sportanlagen im Freien sind sanierungsbedürftig oder müssen zeitgemäß ausgebaut werden. Dabei haben wir in den vergangenen Jahren zwar wichtige Schritte unternommen – etwa mit der neuen Sportanlage des TuS Haste oder der neuen Anlage von Blau-Weiß Schinkel. Diese Projekte zeigen, dass etwas geht, wenn man entschlossen handelt.
Aber es gibt noch viel zu tun. Bei VfB Schinkel am Zuschlag, bei RW Sutthausen oder beim SC Schölerberg bestehen nach wie vor große Herausforderungen. Diese Projekte dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass sie zeitnah und mit klarer Priorität angegangen werden – im engen Austausch mit den Vereinen, die genau wissen, wo der Schuh drückt.
Mir ist wichtig, dass alle Sportarten und Vereinsformen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen – vom Fußball über den Handball bis hin zum Tanzsport, zur Leichtathletik oder zum inklusiven Sportangebot. Auch kleinere Vereine oder Sportarten abseits des Mainstreams verdienen Wertschätzung und Förderung.
Die Stadt muss hier als verlässlicher Partner auftreten: durch klare Förderstrukturen, verlässliche Finanzierung und transparente Kommunikation. Und das bedeutet auch, dass wir bürokratische Hürden abbauen müssen, damit sich Engagierte mehr um den Sport und weniger um Anträge kümmern müssen.
Ich sehe die Sportvereine als Rückgrat des sozialen Lebens in Osnabrück – besonders in unseren Stadtteilen. Sie sind Orte der Begegnung, der Integration und der Gemeinschaft. Deshalb ist es unsere Aufgabe als Stadt, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit diese wichtige Arbeit auch in Zukunft erfolgreich weitergeführt werden kann.
Osnabrück verdient eine Sportlandschaft, die mitwächst – mit der Stadt, mit den Menschen, mit den Anforderungen unserer Zeit. Dafür werde ich mich als Oberbürgermeister mit ganzer Kraft einsetzen.