Funktionierende Fahrradinfrastruktur
Als Oberbürgermeister von Osnabrück werde ich mich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass wir endlich eine funktionierende Fahrradinfrastruktur in unserer Stadt schaffen. Denn wer möchte, dass mehr Menschen vom Auto aufs Rad umsteigen, muss ihnen auch sichere, komfortable und durchdachte Wege bieten. Der Wille zum Umstieg ist da – was fehlt, ist oft schlicht die passende Infrastruktur.
Radfahren in Osnabrück darf nicht länger ein Risiko sein. Gerade an den Hauptverkehrsachsen ist das Radfahren derzeit oft gefährlich und unattraktiv. Ich will das ändern, indem wir konsequent auf sichere Radwege setzen – baulich getrennt vom Autoverkehr, gut sichtbar, durchgängig und modern gestaltet. Das Ziel ist klar: Radfahren muss sich sicher anfühlen – für Kinder, für Senior*innen, für alle.
Dazu gehört auch, dass wir Fahrradstraßen und Velorouten intelligent miteinander verknüpfen. Ich will ein Radwegenetz, das quer durch die Stadt führt, mit möglichst wenig Kontakt zum motorisierten Individualverkehr. Wer mit dem Rad unterwegs ist, soll nicht an jeder Kreuzung abwarten, in Engstellen bedrängt oder auf holprige Umleitungen geschickt werden. Vielmehr brauchen wir flüssige, komfortable Verbindungen, die Osnabrück zu einer echten Fahrradstadt machen.
Auch das „Drumherum“ muss stimmen. Angebote wie die Fahrradparkhäuser am Hauptbahnhof und Altstadtbahnhof sind ein guter Anfang – aber wir dürfen uns damit nicht zufriedengeben. Ich werde dafür sorgen, dass diese Angebote regelmäßig evaluiert und bei Bedarf ausgebaut werden. Zusätzlich müssen wir überall in der Stadt ausreichend sichere Fahrradabstellplätze schaffen – auch in den Stadtteilen, an Schulen, Sportstätten, Kultureinrichtungen und in der Nähe von Bushaltestellen.
Mein Ziel ist klar: Ich will, dass Osnabrück zu einer Stadt wird, in der das Fahrrad ein selbstverständlicher Teil der Alltagsmobilität ist – sicher, bequem und für alle zugänglich. Dafür brauchen wir nicht nur neue Wege, sondern auch ein Umdenken in der Stadtplanung: Das Fahrrad gehört ins Zentrum unserer Mobilitätspolitik – nicht als Zusatz, sondern als gleichberechtigtes Verkehrsmittel.
Radfahren ist nicht nur gesund, sondern auch klimafreundlich, platzsparend und sozial gerecht. Wenn wir es mit der Verkehrswende ernst meinen, dann müssen wir beim Radverkehr mutiger, schneller und entschlossener handeln. Als Oberbürgermeister werde ich genau dafür sorgen.