Starker ÖPNV

Neumarkt

Osnabrück braucht einen starken ÖPNV

Als Oberbürgermeister von Osnabrück ist mir ein starker und verlässlicher Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) besonders wichtig. Wir haben in den letzten Jahren schon einiges erreicht: Mit den E-Bussen auf allen M-Linien haben wir eine gute Grundlage für einen sauberen, klimafreundlichen und effizienten Verkehr geschaffen. Doch trotz dieser Fortschritte gibt es noch einiges zu tun – vor allem bei der Verlässlichkeit des ÖPNV.

 

Ein großes Problem, das wir in Osnabrück haben, ist der Mangel an Busfahrerinnen und Busfahrern. Dieses Defizit hat verschiedene Ursachen, aber ein wesentlicher Grund liegt darin, dass über Jahre hinweg die Fahrerinnen und Fahrer in Tochtergesellschaften der Stadtwerke ausgegliedert wurden, um die Löhne zu drücken. Dies hat dazu geführt, dass das Berufsbild „Busfahrer“ – gerade bei den Stadtwerken – für viele Menschen unattraktiv geworden ist. Um hier gegenzusteuern, müssen wir die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern. Ich setze mich dafür ein, dass wir den Beruf wieder für qualifizierte und engagierte Menschen attraktiv machen – mit besseren Löhnen, Arbeitszeiten und vor allem einer stabileren Perspektive.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt für einen verlässlichen ÖPNV ist die Notwendigkeit, eine tägliche Reserve an „Springern“ zu schaffen, die bei Erkrankungen oder Ausfällen der Fahrer*innen einspringen können. Nur so können wir sicherstellen, dass auch bei unvorhergesehenen Ausfällen der Verkehr zuverlässig weiterläuft.

 

Was mich jedoch besonders beschäftigt, ist die aktuelle Diskussion um das sogenannte „Zukunftsnetz“. Die Verwaltungsspitze hat einen Plan vorgelegt, der vorsieht, ein Sechstel des bisherigen Busnetzes zu streichen. Ganz ehrlich: Ich verstehe nicht, wie das ein „Zukunftsnetz“ sein soll. Wenn Bus-Takte ausgedünnt werden, Nachtbusse gestrichen werden und ganze Stadtteile wie Atter oder Pye vom Netz abgekoppelt werden, dann kann das nicht zukunftsfähig sein. Wir dürfen nicht einfach Busverbindungen kürzen und wichtige Teile der Stadt vom ÖPNV abtrennen. Das ist kein Schritt nach vorne, sondern ein Rückschritt.

 

Stattdessen brauchen wir einen maßvollen Ausbau des ÖPNV. Ich setze mich dafür ein, dass wir das bestehende Netz erhalten und dort, wo es notwendig ist, gezielt ausbauen. Ein wichtiges Ziel für mich ist die Wiedereinrichtung der vollständigen Ringbuslinie, um den Osten der Stadt wieder ohne Umsteigen an zentrale Einrichtungen wie das Klinikum Osnabrück und das Nettebad anzubinden. Das wird nicht nur den ÖPNV für die Menschen in diesen Stadtteilen verbessern, sondern auch insgesamt für eine bessere Vernetzung und mehr Flexibilität sorgen.

 

Insgesamt geht es mir darum, einen ÖPNV zu gestalten, der zuverlässig, gut erreichbar und vor allem attraktiv für alle ist – egal, ob für die Pendlerinnen, für Schülerinnen und Schüler oder für Seniorinnen. Wir müssen sicherstellen, dass der ÖPNV nicht nur umweltfreundlich, sondern auch für die Menschen in Osnabrück wirklich praktikabel ist. Dafür will ich mich als Oberbürgermeister einsetzen.

 

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